25. Oktober 2011 11:56 Uhr

GIGA-Institut: Demokratisierung Zentralamerikas weiter blockiert

In Guatemala wurde vor einem Monat ein rechtskonservativer Ex-General zum Präsidenten gewählt. Forschern des GIGA-Institutes für Lateinamerika-Studien sehen darin ein Beispiel für die zunehmende Tendenz zu autoritären Regierungsformen in Zentralamerika. Trotz politischer Öffnung und Beendigung der Kriege sei die Region noch weit davon entfernt seine historischen Probleme zu lösen. Laut der Analyse der Wissenschaftlern sind nach zwei Dekaden politischer Transformation weder die soziale Ungleichheit noch die Armut in Zentralamerika geringer geworden. Diese beiden Grundprobleme anzugehen, sei aber nötig, um die Gesellschaften zu stabilisieren. Diese Situation könne man nur überwinden, wenn es in den Ländern einen politischen Minimalkonsens zwischen den unterschiedlichen politischen Lagern gebe. Den Forschern zufolge ist der aber zunehmend gefährdet. Solange sich daran nichts ändere, bleibe die Demokratisierung Zentralamerikas blockiert.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)