25. Oktober 2011 13:58 Uhr
Statistisch gesehen war der Besuch eines Fußballspiels im vergangenen Jahr so gefährlich wie schon lange nicht mehr. Das geht aus dem Jahresbericht der "Zentralen Informationsstelle Polizeieinsätze" hervor. Demnach wurden bei Spielen der ersten und zweiten Bundesliga in der vergangenen Saison knapp 850 Menschen verletzt. Das sei der höchste Wert seit zwölf Jahren. Auch die Zahl der Stadionverbote sei leicht gestiegen. Im September 2011 seien rund 2.500 Personen in Deutschland von Fußballspielen ausgeschlossen gewesen. Die Zahl der gewaltbereiten Fans stieg nach Angaben der Informationsstelle um 10,5 Prozent auf fast 10.000.
Insgesamt wurden allerdings weniger Menschen festgenommen und auch die Zahl der Einsatzstunden der Polizei ging zurück. Die Deutsche Fußballliga teilte mit, man müsse den eingeschlagenen Weg der Prävention und des Dialoges fortsetzen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)