25. Oktober 2011 15:53 Uhr
Die aktuelle Finanzmarktkrise ist zum Teil eine Beschleunigungskrise. Diese Interpretation vertritt Dietrich Henckel von der Technischen Universität Berlin. In der aktuellen Ausgabe der "Informationen zur Raumentwicklung" schreibt er, an den Börsen müssten immer mehr Entscheidungen in immer kürzerer Zeit getroffen werden - und das über äußerst komplexe Dinge. Auch um solche Entschlüsse überprüfen zu können werde immer weniger Zeit eingeplant. Die Konsequenz: Manche Geschäfte würden gemacht, bevor sie reif dazu seien: Ein - manchmal fataler - Vertrauensvorschuss trete an die Stelle einer tatsächlichen Kontrolle. So sei es möglicherweise schon in der Immobilienkrise gewesen, die der Finanzmarktkrise vorausging.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)