26. Oktober 2011 17:27 Uhr

USA: Reiche werden immer reicher

Wer schon reich ist, muss in Amerika wohl nicht befürchten, irgenwann am Hungertuch nagen zu müssen.

Denn in den vergangenen 30 Jahren ist das Einkommen des reichsten Prozents der Amerikaner um 275 Prozent gestiegen. Das geht aus einer Studie des überparteilichen Etat-Büros des US-Kongresses hervor. Im Vergleich dazu habe das ärmste Fünftel der Bevölkerung grade mal 18 Prozent mehr im Geldbeutel. Die mittlere Einkommensschicht verdiene heutzutage 40 Prozent mehr als noch vor drei Jahrzehnten.

Dass die Reichen noch reicher werden, hat laut dem Etat-Büro mehrere Gründe. So habe der Staat die Umverteilung von Wohlstand seit dem Ende der 70er Jahre immer weniger gefördert, etwa durch das Steuersystem. Hinzu kämen die Mega-Einkommen von Superstars aus Sport und Kunst und die wachsende Bedeutung der Finanzindustrie und der Kapitalmarktgewinne. Davon profitierten gerade wohlhabendere Haushalte unverhältnismäßig stark.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)