28. Oktober 2011 12:25 Uhr

Nach Tsunami: Japaner schrieben Zeitung mit der Hand

Füller statt Druckerpresse - so lautete nach dem Tsunami die Devise für die Redaktion einer japanischen Tageszeitung. Das berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung". Nach der Katastrophe im März sei die gesamte Technik bei der Zeitung "Ishinomaki hibi shinbun" kaputt gewesen. Doch die Journalisten wollten trotzdem weiter ihre Zeitung herausbringen. Also wurden die Redakteure mit der schönsten Schrift dazu verdonnert, sechs Tage lang die Zeitung per Hand zu verfassen - mit dem Füller. Die Auflage sank in dieser Zeit von 14.000 auf sechs Exemplare.

Auf die Idee kam der Chefredakteur der Zeitung, weil er sich an einen ähnlichen Fall nach dem Zweiten Weltkrieg erinnerte: Damals hätten die Journalisten ihre Nachrichten auf handbeschriebenen Zetteln in der Stadt Ishinomaki verteilt.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)