28. Oktober 2011 14:06 Uhr
China ist häufig wegen Fälschungen in den Schlagzeilen, meist geht es dabei um elektronische Geräte oder Kleidung. Doch in China werden sogar Geburtsurkunden gefälscht. In der Provinz Fujian ist ein Mann wegen des Handels damit zu zehn Jahren Haft verurteilt worden. Wie die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua berichtet, war der Betrug aufgeflogen, weil mehrere Eltern versucht hatten, Kinder mit Dokumenten anzumelden, die mehr als 1.000 Kilometer entfernt ausgestellt worden waren.
Das Urteil fiel nach Meinung von Beobachtern besonders hart aus, um gegen ein wachsendes Problem anzugehen: In China werden täglich knapp 200 Kinder entführt. Nur mit einer gefälschten Geburtsurkunde können die neuen Eltern sie später an einer Schule anmelden oder Sozialleistungen beantragen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)