28. Oktober 2011 14:22 Uhr
"Die türkischen Medien hetzen gegen Armenier und Kurden." Das wirft die Hrant-Dink-Stiftung der Presse vor, nachdem sie mehrere Monate lang verschiedene Tageszeitungen ausgewertet hat. Wie die türkische Zeitung "Radikal" berichtet, stufte die Stiftung 41 Kolumnen und Meldungen als hetzerisch ein. Darin würden die Armenier etwa als "die eigentlichen Feinde" bezeichnet, die Kurden würden in einem Atemzug mit "Terror" genannt. Auch Morde an Frauen, Schmuggel oder Untreue würden vorschnell den Kurden zugeschrieben. Vor allem nationalistisch gefärbte Blätter seien negativ aufgefallen.
Die Hrant-Dink-Stiftung hat es sich zum Ziel gesetzt, den Dialog zwischen Türken und Armeniern zu fördern. Hrant Dink war ein armenischstämmiger Journalist, der 2007 in Istanbul auf offener Straße erschossen wurde. Die Behörden machen nationalistische Kreise für seinen Tod verantwortlich.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)