31. Oktober 2011 09:24 Uhr

SWP: Zeichen für neue Freiheit in Birma

Nach 50 Jahren Militärherrschaft in Birma gab es zuletzt Zeichen für eine Öffnung des südostasiatischen Landes: Das Volk hat gewählt, die Regierung, die zwar personell noch eng mit den Militärs verbunden ist - hat die Oppositionsführerin Auung San Suu Kyi empfangen und der Chef der Zensurbehörde verlangte die Auflösung seiner eigenen Behörde.

Diese Beispiele führt Gerhard Will von der Stiftung Wissenschaft und Politik an, der die Entwicklung Birmas analysiert. Auch wenn exilpolitische Gruppen die Maßnahmen als "Kosmetik" einstuften, habe sich in der Opposition vorsichtiger Optimismus breitgemacht. Und auch die Bevölkerung unterstütze den Kurs der Regierung.

Der Politologe führt aber Tendenzen an, die die Reformen behindern könnten. So fehlten Fachkräfte, um eine eigene Industrie im Land aufzubauen. Im Bereich der Bildung, so Gerhard Will, könnten westliche Länder Birma unterstützen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)