31. Oktober 2011 10:01 Uhr

Intendantenwechsel: Reiter blickt zurück auf KiKa-Affäre

Kurz vor seinem Rückzug in den Ruhestand blickt der scheidende Intendant des Mitteldeutschen Rundfunks noch einmal zurück auf die jüngsten Skandale in seinem Sender. Dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" sagte Udo Reiter, er übernehme die "politische Verantwortung" dafür. Unter anderem hatte der ehemalige Herstellungsleiter des Kinderkanals mehrere Millionen Euro hinterzogen. Intendant Reiter sagte, dieser Fall quäle ihn noch immer. In den Gründerjahren des MDR habe es eine - Zitat - "hemdsärmelige Aufbruchsstimmung" gegeben, die er früher hätte beenden müssen. Führende Mitarbeiter hätten ihn gewarnt, dass das Controlling verbessert werden müsste, doch darauf habe er zu wenig gehört. Andere Affären beim MDR hält Reiter nach eigenen Worten aber für aufgebauscht.

Zu seiner Nachfolgerin wurde Karola Wille gewählt. Sie hatte angekündigt, die Aufklärung der Affären zur Chefsache zu machen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)