31. Oktober 2011 10:58 Uhr

Kasachstan: Nationalisten wollen die russische Sprache zurückdrängen

In Kasachstan spricht man Kasachisch - oder nicht? In dem Land gibt es zwar eine eigene Sprache aus der Familie der Turksprachen, die auch Staatssprache ist, doch ist das Russische auch 20 Jahre nach dem Ende der Sowjetunion immer noch stärker verbreitet. Selbst nicht alle ethnischen Kasachen sprechen die Landessprache. Doch durch Bevölkerungsverschiebungen ändert sich das langsam: Viele Russen verlassen das Land, dafür wandern Kasachen aus anderen Regionen ein, zum Beispiel aus der Mongolei, aus China oder Usbekistan.

In den Zentralasien-Analysen der Universität Bremen ist zu lesen, dass die Nationalisten an Einfluss zunehmen und sich auch für die Sprachförderung einsetzen. Derzeit sorge ein offener Brief von über 100 Kulturschaffenden für Aufregung unter Nicht-Kasachen. Denn in dem Brief wird gefordert, in der Verfassung das Kasachische über das Russische zu stellen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)