31. Oktober 2011 13:21 Uhr

Architekturprofessor: Schrumpfende Städte müssen vieles neu organisieren

Vor allem im Osten Deutschlands verlieren viele Städte ihre Einwohner. Doch schrumpfende Städte gibt es nach Ansicht des Architekturprofessors Philipp Oswalt von der Stiftung Bauhaus Dessau in allen Teilen der Welt. In Japan etwa schrumpfe alles außer Tokio. Auch in Afrika würden Menschen aus unattraktiven Gegenden wegziehen. Gründe für die Abwanderung seien dort vor allem Bürgerkriege und Krankheiten wie Aids.

In unseren Breiten würden die Menschen vor allem aus wirtschaftlichen Gründen wegziehen. Laut Oswalt kann Stadtpolitik dieses Problem aber nicht aushebeln. Es gehe darum, die Städte trotz der sinkenden Einwohnerzahl attraktiv zu gestalten, zu stärken, was noch da sei.

Den Abriss von Gebäuden hält Architekturprofessor Oswalt in einigen Fällen für sinnvoll. Wichtig sei aber auch, dass die Daseinsvorsorge weiterhin bestehe. Wenn etwa Schulen geschlossen würden und die Kinder deshalb weitere Wege hätten, müsse der Nahverkehr ausgebaut werden. Schrumpfung heiße, dass man viele Gegebenheiten überarbeiten müsse.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)