2. November 2011 07:21 Uhr

Energiekonzerne finanzieren 30 Stiftungsprofessuren

Dass Studien oft recht günstig für den Auftraggeber ausfallen, ist nicht neu.

Einen Grund dafür, warum das auch im Energiebereich so ist, liefert die "Berliner Zeitung". Sie berichtet, dass die vier großen deutschen Energiekonzerne bundesweit 30 Stiftungsprofessuren finanzieren. Dabei hätten sich die Konzerne Deutschland regelrecht aufgeteilt - ähnlich wie den Energiemarkt: EnBW engagiere sich in Baden-Württemberg, Vattenfall in Ostdeutschland, RWE in Nordrhein-Westfalen und Eon in Bayern. Die geförderten Universitäten seien teilweise für Studien in der Debatte um den Atomausstieg und die Kosten erneuerbarer Energie bekannt.

Dem Bericht zufolge hält allein EnBW elf Stiftungsprofessuren. Eon hat demnach für ein Forschungsinstitut an der RWTH Aachen 40 Millionen Euro gestiftet und damit fünf Professuren finanziert.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)