4. November 2011 08:54 Uhr

Mediziner warnen vor wachsender Bedrohung durch Erdbeben

Die Naturkatastrophen der vergangenen zehn Jahre mit den meisten Toten waren Erdbeben. Wie US-Mediziner im Fachjournal "The Lancet" schreiben, starben zwischen 2000 und 2010 mehr als eine Dreiviertelmillion Menschen an den direkten und indirekten Folgen von Beben. Das entspreche 60 Prozent aller durch Naturkatastrophen verursachten Toten.

Neben den direkten Verletzungen gebe es auch Langzeitfolgen. Zum einen breiteten sich in überfüllten Rettungsunterkünften häufig Infektionen aus. Zum anderen litten viele Katastrophen-Opfer später stärker an Depressionen.

Die beiden Wissenschaftler warnen, dass die Bedrohung durch Erdbeben in Zukunft zunehme, da die Städte in Risikogebieten wüchsen. So lägen zum Beispiel die Megastädte Tokio, Mexiko-Stadt, Los Angeles und Istanbul in seismisch aktiven Zonen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)