8. November 2011 12:52 Uhr
Islamische Autoritäten in Deutschland müssen sich noch stärker gegen Zwangsehen einsetzen. Dieser Meinung ist Bundesfamilienministerin Kristina Schröder.
In einem Gastbeitrag für die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" berichtet sie von einer Studie zu Zwangsverheiratungen, die ihr Ministerium in Auftrag gegeben hat. Demnach sind die meisten Eltern, die ihre Kinder zu einer Eheschließung zwingen, Muslime. Schröder findet, muslimische Vertreter müssten deshalb helfen, das Problem anzugehen. Jedes dritte Opfer ist laut Studie in Deutschland geboren - die Hälfte besitzt die deutsche Staatsangehörigkeit.
Allerdings räumt die Familienministerin einen Schwachpunkt ein: Den Behörden seien viele Fälle nicht bekannt. Wie hoch die Dunkelziffer bei Zwangsehen ist, sei nicht abzuschätzen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)