9. November 2011 06:29 Uhr

Journalistenorganisation kritisiert Behörden in Liberia

Wer nicht sendet wie erwünscht, muss schweigen. Die Organisation "Committee to Protect Journalists" vermutet diese Praxis bei Behörden in Liberia. Auf seiner Internetseite berichtet CPJ, in dem westafrikanischen Land hätten die Behörden drei Sendern zeitweise verboten, ihr Programm auszustrahlen. Sie sollen über den Wahlkampf des Herausforderers von Präsidentin Ellen Johnson Sirleaf berichtet haben. In Liberia fand gestern die Stichwahl für das Präsidentenamt statt.

Die Behörden begründen das Ausstrahlungsverbot damit, dass die Sender Hasstiraden gegen die Regierung verbreitet hätten.

Die Journalistenorganisation erklärte, man sei schockiert, dass der Opposition in Liberia keine Stimme gegeben werde.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)