9. November 2011 07:23 Uhr
Hier und da mal jemandem ein kleines Bestechungsgeld zu zahlen, das ist doch gar nicht so schlimm. Eine solch entspannte Sichtweise auf Korruption haben Studenten der Wirtschaftswissenschaften eher als andere. Die Zeitschrift "Psychologie Heute" berichtet über eine Befragung von knapp 400 Studierende an deutschen Hochschulen. Dabei gaben angehende Ökonomen eher an, einen Vorfall von Bestechung nicht zu melden. Studenten der Verwaltungswissenschaft hingegen fanden Korruption zwar verwerflicher. Aber auch sie wollten sich nicht unbedingt für Gerechtigkeit einsetzen. Sie sagten, sie würden einen solchen Fall mit Bekannten besprechen, aus Angst vor negativen Konsequenzen aber nicht selbst Strafanzeige stellen. Egal welche Fachrichtung: Bei einem Punkt waren sich die Befragten einig: Selbst zu Bestechen ist schlimmer als Bestechungsgelder anzunehmen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)