10. November 2011 06:24 Uhr
Auch Umweltschutz kann an technischem Versagen scheitern. In Neuseeland sind 800 eigens gerettete, seltene Schnecken erfroren. Das Umweltamt teilte mit, ein Thermostat in einem Kühlraum, in dem die Tiere wegen eines Brutprogramms gehalten wurden, sei ausgefallen. Etwa die Hälfte der Schnecken erfror bei Temperaturen um den Gefrierpunkt. Die Riesenschnecken der Art "Powelliphanta Augustus" können so groß wie eine Männerfaust werden. Sie lebten bis 2007 ausschließlich auf einer Bergkette nordöstlich von Westport auf der Südinsel Neuseelands. Umweltschützer sahen jedoch ihr Leben gefährdet, weil dort ein Kohlebergwerk geplant war. Die Behörden ließen die Exemplare deshalb einsammeln und einen Teil der Schnecken woanders aussetzen. Der Rest der Tiere kamen in das Brutprogramm in ein Labor.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)