10. November 2011 13:57 Uhr
Fast ein ganzes Jahr lang saß Kim Jin-Suk auf einem 35 Meter hohen Kran in der südkoreanischen Hafenstadt Busan. Jetzt hat die Südkoreanerin ihren Aufsehen erregenden Protest gegen Kündigungen in einer Schiffswerft beendet. Wie die Nachrichtenagentur AFP berichtet, einigten sich Gewerkschaften und Führung des Unternehmens "Hanjin Heavy Industries and Construction". Demnach werden die 94 gekündigten Werftarbeiter innerhalb eines Jahres wieder eingestellt und bekommen umgerechnet rund 13.000 Euro Entschädigung. Außerdem müssen diejenigen, die gegen die Kündigung gestreikt hatten, keine Konsequenzen fürchten. Das betrifft tausende Menschen; sie waren aus ganz Südkorea nach Busan gekommen, um ihre Solidarität zu zeigen. Dabei kam es zu Zusammenstößen mit der Polizei. Für Kim Jin-Suk könnte der Protest allerdings noch Folgen haben: Die Polizei kündigte an, sie werde die Aktivistin nach einer ärztlichen Untersuchung festnehmen und zwar wegen Behinderung des Arbeitsbetriebs und Hausfriedensbruchs.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)