11. November 2011 07:54 Uhr
Das Konzept der Zeitarbeit hat schon viel Kritik einstecken müssen. Da ist die Rede von Hungerlöhnen, miesen Arbeitsbedingungen, ja sogar von Ausbeutung. Die Zeitarbeitsbranche selbst zeichnet ein ganz anderes Bild und konstatiert: Viele ihrer Arbeiter gelangten über die kurzfristige Beschäftigung wieder in normale Anstellungen. Der Chef des Bundesarbeitgeberverbands der Personaldienstleister, Volker Enkerts, sagte der "Süddeutschen Zeitung", seit mehr als einem halben Jahr erlebe die Branche eine massive Übernahmewelle.
Ähnliches ist laut SZ vom Interessensverband Deutscher Zeitarbeitsunternehmen zu hören. Er habe erstmals seine 2.300 Mitgliedsfirmen befragt und festgestellt: Etwa jeder dritte Arbeiter wechsele nach einem Einsatz ganz zu dem Betrieb, an den er ausgeliehen war. Bundesweit gebe es keine aktuellen Zahlen über diesen sogenannten "Klebeeffekt". Generell gelte aber der Grundsatz: Je höher die Qualifikation, desto größer die Chance, in die Stammbelegschaft aufzurücken.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)