11. November 2011 08:55 Uhr

Neue Stiftung soll Homosexualität in Deutschland erforschen

Wie sieht es mit der Lebenswirklichkeit der Schwulen, Lesben und Transgender in Deutschland aus? Diese Frage soll die neue Bundesstiftung Magnus Hirschfeld erforschen. Sie wurde gestern gegründet und ist zunächst mit zehn Millionen Euro ausgestattet.

Wie das Geld eingesetzt werden soll, erklärt der FDP-Politiker Michael Kauch in der "taz". Er sagte, die Stiftung könne zum Beispiel Projekte für Toleranz und Akzeptanz unterstützen. Das sei nötig, weil in den letzten Jahren die gesellschaftliche Anerkennung von Schwulen und Lesben wieder sinke. Auch beim Thema Transgender sieht Kauch Forschungsbedarf: Da gebe es Studien zu medizinischen und psychologischen Aspekten. Aber was sei mit der Frage der Diskriminierung am Arbeitsplatz?

Die neue Bundesstiftung Magnus Hirschfeld soll außerdem das Unrecht an Homosexuellen aufarbeiten und dokumentieren, das die Nationalsozialisten verübt haben. Benannt ist sie nach einem Berliner Arzt und Sexualwissenschaftler. Hirschfeld lebte von 1868 bis 1935 und gilt als Pionier der Homosexuellen-Bewegung.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)