11. November 2011 11:54 Uhr
Die Idee klingt fürsorglich und ist beliebt: Bei der Aktion "Weihnachten im Schuhkarton" verschicken Menschen in Deutschland jedes Jahr ein Paket an Kinder in arme Länder, gefüllt zum Beispiel mit Kuscheltieren oder einer Zahnbürste. Die Initiative stammt ursprünglich aus den USA. Sektenexperten der Katholischen Kirche warnen nun vor der Aktion. Die zuständige US-Dachorganisation "Samaritan's Purse" sei fundamentalistisch und islamfeindlich. Das Spendenmodell widerspreche - so wörtlich - "vernünftiger Entwicklungsarbeit".
Auch die Bistümer Trier und München raten von der Aktion ab. Menschen in Ländern wie Osteuropa oder der Mongolei bräuchten nachhaltige Hilfe wie Bildung und Medikamente. Kritisiert wird auch die dem Schuhkarton beigelegte Infobroschüre. Darin würden die Ideen des Christentums zu stark vereinfacht. Die Initiatoren bestehen dennoch darauf, dass jedes Päckchen Freude bereite, die lange nachhalle.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)