11. November 2011 16:15 Uhr
Bund und Länder haben nach jahrzehntelanger Diskussion einen Neustart bei der Suche nach einem Atommüllendlager angekündigt.
Im niedersächsischen Gorleben gab es schon 1986 erste Erkundungsarbeiten in einem Salzstock. Jetzt sollen zusätzlich alternative Orte auf den Tisch kommen. Warum zieht sich die Diskussion in die Länge?
Das Problem: Es soll sichergestellt sein, dass für Millionen Jahre keine Radioaktivität entweicht. Und darüber gehen die Meinungen auseinander. Das beginnt beim Gestein: Neben Salzvorkommen sind auch Ton und Granit in der Diskussion.
Mit aufwändigen Verfahren muss geprüft werden, ob mögliche Lager einsturzsicher sind oder ob zum Beispiel Wasser eintreten könnte. Auch die Frage, ob man den Müll im Notfall zurückholen kann, spielt eine Rolle. Denn die Lagerung muss auch sicher genug sein, damit zum Beispiel Terroristen keinen Zugriff auf strahlendes Material haben. Hinzu kommen schließlich Proteste und Klagen von Anwohnern möglicher Lagerstätten.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)