11. November 2011 16:16 Uhr

Mexikanische Drogenhändler wollen offenbar Internetnutzer zum Schweigen bringen

Die Gewalt der mexikanischen Drogenkartelle ist in dem lateinamerikanischen Land seit Jahren ein Problem.

Die Drogenhändler liefern sich Auseinandersetzungen untereinander und mit Regierungskräften. Allein im vergangenen Jahr sollen 10.000 Menschen durch den Konflikt ums Leben gekommen sein.

Die Gewalt bekommt nun offenbar eine weitere Dimension. Die berüchtigte Gruppe "Los Zetas" wird verdächtigt, vier Internetnutzer getötet zu haben, um deren Berichte über das organisierte Verbrechen zu stoppen. Die Opfer waren anscheinend in einem Chatroom aktiv, in dem sich Nutzer darüber austauschen, wo Schüsse zu hören sind oder welche Straßen sicher befahren werden können.

Hintergrund ist die Selbstzensur lokaler Zeitungen im Nordosten Mexikos: Experten berichten, dass Journalisten aus Angst vor Anschlägen über Gewalt nicht mehr berichten. Deshalb tauschten sich die Bürger im Internet aus.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)