14. November 2011 10:51 Uhr

"Off the record": "Washington Post" kritisiert Rednerverhalten

Die kontroversesten Aussagen kommen meist anonym. Das gilt nicht nur für soziale Netzwerke im Internet, wo sich jeder Nutzer ein Pseudonym zulegt. Laut "Washington Post" gilt das auch und immer mehr für den Umgang von Politikern mit der Presse. Immer mehr Personen des öffentlichen Lebens ließen sich vorab garantieren, dass Journalisten sie nicht zitieren - und zwar auch dann, wenn es um Passagen aus einer Rede geht, die vor mehreren hundert Zuhörern gehalten wurde. Angesichts dessen stelle sich die Frage, wie solche Reden nicht öffentlich sein könnten, schreibt die Zeitung. Als möglichen Grund für die "einseitige Nachrichtensperre" nennt die "Washington Post" den Versuch der Redner, bestimmten Zielgruppen ein bestimmtes Bild zu vermitteln. Es könne aber auch sein, dass viele dieselbe Rede mehrmals hielten und schlicht verhindern wollten, dass sich diese abnutze.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)