14. November 2011 14:21 Uhr
Früher ist sie laut "FAZ" genuines Emblem des deutschen Wirtschaftswunders gewesen: Eine goldene Rolex. So wundert es auch nicht, dass Deutschlands erster Bundeskanzler, Konrad Adenauer, stolzer Besitzer einer solchen Uhr war. Heute wurde sie in der Schweiz versteigert - für 142.000 Euro. Für die "FAZ" wird an der Rolex auch ein Stück Kulturgeschichte deutlich. Heute sei die Uhr Accessoire neureicher Kleinbürger. Und das "Handelsblatt" berichtet, dass Frankreichs Präsident die Uhr 2008 auf Druck der Öffentlichkeit ablegte, weil die Franzosen die neureichen "Bling Bling"-Attitüden ihres Präsidenten satt hatten. Bei Adenauer war der Zeitgeist ein anderer - die Uhr als Gebrauchsgegenstand im Mittelpunkt. Schön zu sehen auch am persönlichen Brief mit Bedienungsanleitung des Rolex-Gründers. Da heißt es: "Man braucht die Uhr nicht aufzuziehen, das Datum ist automatisch zu lesen, sodass man sich um gar nichts zu kümmern braucht. Hie und da sollte man die Uhr ruhig mit Seife und Bürste waschen, denn sie wird dadurch immer frisch erhalten und leidet ganz und gar nicht durch die Feuchtigkeit."
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)