15. November 2011 07:09 Uhr
Der schnellste zivile Rechner Deutschlands steht in Stuttgart. Das geht aus einer Rangliste hervor, die bei der Fachtagung "Supercomputing Conference" in Seattle vorgestellt wurde. Das Rechensystem "HERMIT" an der Universität Stuttgart belegt demnach weltweit den zwölften Platz. Es ist seit rund zwei Wochen in Betrieb und verfügt über eine Spitzenleistung von mehr als einer Billiarde Rechenoperationen pro Sekunde.
Der schnellste Supercomputer der Welt kommt auch in diesem Jahr aus Japan. Der "K Computer" befindet sich in Kobe, und wird dort für die wissenschaftliche Forschung genutzt. Er ist etwa zehn Mal so schnell wie das System aus Stuttgart.
Als Supercomputer werden Rechner bezeichnet, deren Rechenleistung weit über diejenige von handelsüblichen Computern hinausreicht. Die leistungsfähigsten Supercomputer sind oft Einzelanfertigungen. Eingesetzt werden sie vor allem für rechenintensive Problemstellungen in der Wissenschaft, etwa in der Astrophysik, bei der Simulation von Kernprozessen oder bei Wetter- und Klimasimulationen in der Meteorologie.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)