15. November 2011 10:59 Uhr
Goldminen sind nicht immer straff organisiert wie große Konzerne. Mehr als ein Zehntel der Goldproduktion steuern Kleinschürfer bei, die ihre Funde informell weitergeben, zum Beispiel über Dorfchefs oder an Vertreter von Firmen. Mit den Arbeitsbedingungen in Goldgruben in Peru und im Kongo beschäftigt sich heute ab 17.30 Uhr eine Konferenz in Bonn. Marie Müller vom Internationalen Konversionszentrum BICC erforscht die Situation im Kongo. Sie sagte DRadio Wissen, weite Teile der Bevölkerung wünschten sich, dass der Handel legalisiert werde. Denn so könnten sich auch die Arbeitsbedingungen verbessern. Das Problem: Die Goldschürfer könnten keine offiziellen Kooperativen bilden, weil ihnen dafür Kapital fehle. Die Politikwissenschaftlerin empfiehlt den Behörden daher, informelle Strukturen zu nutzen und nicht auf unrealistische Forderungen zu bestehen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)