15. November 2011 13:23 Uhr
Die in Japan radioaktiv verseuchten Rinder sollen bald der Forschung dienen. Wie Landwirtschaftsminister Michihiko Kano im Parlament erklärte, will man dazu die Rinder nutzen, die noch in der Sperrzone um das havarierte Kernkraftwerk Fukushima leben. Weitere Einzelheiten nannte er nicht.
Viele der rund 3.500 Rinder auf Bauernhöfen sind nach der Evakuierung des Sperrgebietes rund um das Atomkraftwerk Fukushima verwildert. Eigentlich sollten die aufgegebenen Tiere getötet werden. Medienberichten zufolge sind bisher rund 300 Rinder notgeschlachtet worden.
Die Nachrichtenagentur Kyodo berichtete, dass Forscher der Universität Kitasato sowie Mitglieder des nationalen Veterinärverbandes nun regelmäßig Bauernhöfe aufsuchen wollen, die zur Kooperation bereit sind. Die Forscher erhoffen sich von den Untersuchungen Aufschlüsse über die Auswirkungen der Verstrahlung auf den Menschen. Außerdem könnten so eventuell Maßnahmen entwickelt werden, wie Tiere in Zukunft gegen Strahlen geschützt werden können.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)