15. November 2011 15:52 Uhr

EU: Synthetische Drogen immer größere Gefahr

Synthetische Drogen sind vermehrt ein Problem in Europa. Das geht aus dem Jahresbericht der EU-Drogenbeobachtungsstelle hervor. Demnach ist der Drogenkonsum in Europa zwar relativ stabil, der Konsum von Kokain oder Cannabis geht vielerorts sogar zurück, aber es werden immer mehr synthetische Drogen registriert: Im vergangenen Jahr wurden 41 neue Drogen erfasst, im Jahr zuvor waren es noch 24. Aber allein in diesem Jahr seien über das Europäische Frühwarnsystem schon 39 neue Substanzen gemeldet worden.

Der Direktor der EU-Behörde, Wolfgang Götz, sagte, das größte Problem bei synthetischen Drogen bestehe darin, dass die Leute nicht wirklich wüssten, was sie nähmen. Bei einem Joghurt stehe auf der Packung, was drin sei, bei einer Pille nicht.

Zu synthetischen Drogen zählen unter anderem Ecstasy und Amphetamine. Sie werden in Europa aus eingeführten chemischen Grundstoffen illegal produziert.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)