16. November 2011 10:21 Uhr

Rumänien: Streit um Mauer um Roma-Wohnviertel

In Rumänien wird seit Monaten über eine Mauer gestritten. Jetzt fordert der Nationale Antidiskriminierungsrat endgültig: Die Mauer muss weg. Es geht um eine etwa zwei Meter hohe und 100 Meter lange Betonmauer, die der Bürgermeister der Stadt Baia Mare im Juni um zwei Roma-Wohnblöcke bauen ließ. Nach einer Anzeige der rumänischen Roma-Nichtregierungsorganisation Romani Criss hat der Nationale Antidiskriminierungsrat beschlossen, dass der Bürgermeister eine Geldstrafe von 1.400 Euro zahlen soll. Außerdem soll die Mauer umgehend abgerissen werden. Der Bürgermeister aber findet, er habe mit dem Bau der Mauer für Normalität in der Stadt gesorgt. Deshalb hat er angekündigt, rechtlich gegen den Beschluss vorzugehen.

Mehrere NGO´s, darunter Amnesty International, kritisierten den Mauerbau im Sommer als "zutiefst diskriminierend", sowie als eine "Ghettoisierung und Demütigung der Romas".

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)