17. November 2011 06:25 Uhr

US-Schulkost: Regierung verliert gegen Pizza- und Pommes-Lobby

Gesunde Ernährung ist einfach zu teuer. Mit diesem Argument erreichen Pizza- und Pommes-Lobbyisten in den USA aller Voraussicht nach, dass die Regierung ihr Ziel einer besseren Schulkost aufgibt. Wie die "Washington Post" berichtet, hatte das amerikanische Landwirtschaftsministerium versucht, eine Verordnung dazu durch den Kongress zu bringen. Sie sollte den Verkauf von fett- und kalorienreichen Gerichten in Schulkantinen einschränken. Die Abgeordneten hätten diesen Plan aus Kostengründen abgelehnt. Spricht sich auch der Senat dagegen aus, hat das Ministerium den Kampf verloren.

Mit der Verordnung sollte laut der Zeitung eigentlich die Verarbeitung von stärkehaltigem Gemüse wie Kartoffeln eingedämmt werden. Sie würden an den Schulen meist in Form von Pommes angeboten. Auch Tomatensoße hätte ihren jetzigen Rang als gesundes Gemüse verloren, zum Beispiel auf Pizza.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)