17. November 2011 07:05 Uhr

Schweden: Kritik Assanges PR-Strategie

Das gefällt in Schweden nicht jedem: In der Zeitung "Svenska Dagbladet" wird Wikileaks-Gründer Julian Assange kritisiert, weil er in Stockholm ein PR-Büro engagiert haben soll, um sein Image aufzupolieren. Darüber berichtet die "Süddeutsche Zeitung". Demnach sollen die PR-Berater Assange im Falle eines möglichen Gerichtsverfahrens bei der Medienarbeit helfen.

Pontus Nyström, Vorstandsmitglied beim Branchenverband schwedischer PR-Unternehmen, erklärte im "Svenska Dagbladet", dieses Vorgehen sei ein Skandal. Wenn ein Prozessteilnehmer sich auf diese Weise Extrapunkte erkaufe, sei die Gleichheit aller vor dem Gesetz gefährdet. Schließlich könnten sich die beiden Frauen, die Assange Sexualdelikte vorwerfen, auch keine teuren PR-Agenten leisten.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)