17. November 2011 08:22 Uhr
Die Formulierung "Döner-Morde" ist eine "sprachliche Verharmlosung". Das beklagt der Zentralrat der Juden nach der rechtsextremistischen Mordserie.
Präsident Dieter Graumann kritisierte wörtlich: "Hier sind keine Döner vertilgt worden, hier hat ein faschistisches Killerkommando Menschen hingemetzelt." Deutschland schaue in einen Abgrund von Rechtsextremismus. Deshalb forderte Graumann eine neue Sensibilität und einen neuen "Ruck gegen Rechts".
Auch die Türkische Gemeinde in Deutschland hatte gegen die Formulierung "Döner-Morde" protestiert. Ihr Vorsitzender Kenan Kolat hatte erklärt, er vermisse eine gesellschaftliche Debatte über den Rassismus in Deutschland.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)