17. November 2011 11:52 Uhr
In Brasilien scheinen sich Bevölkerungsverhältnisse deutlich verändert zu haben. Das zumindest legt eine Statistik der brasilianischen Behörden nahe. Demnach gaben vor zehn Jahren noch knapp 54 Prozent der Brasilianer an, weiß zu sein, bei der Volkszählung im vergangenen Jahr waren es nur noch 48 Prozent. Knapp acht Prozent sagten, sie seien schwarz. Vor zehn Jahren waren es nur gut sechs. 43 Prozent stuften sich als Mestizen ein, auch dieser Anteil stieg.
Das Nachrichtenportal "brasilnews" zitiert den Analysten Marcelo Paixão, der die Zahlen für die Staatliche Universität von Rio de Janeiro ausgewertet hat. Dass sich mehr Brasilianer als Mestizen einstuften, sei ein Prozess der Wertschätzung afrikanischer Abstammung, die sich in der Gesellschaft manifestiere. Die Zahlen beschrieben nicht nur eine demographische Veränderung, sondern auch eine politische, soziale und kulturelle.
Der Begriff Mestize wird in Deutschland für Nachfahren aus Verbindungen von Weißen und Indianern verwendet. In Brasilien wird er auch benutzt, um Nachfahren Nachfahren aus einer Verbindung von Weißen und afrobrasilianischen Eltern zu beschreiben.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)