17. November 2011 16:51 Uhr
Wer nicht hören will, muss fühlen. In Sachen Jugendkriminalität ist dieses alte Sprichtwort nur ein Mythos. Das ist zumindest das Ergebnis einer Tagung zum selbigen Thema, über die die Deutschlandfunksendung Studiozeit berichtet. Demnach wären härtere Strafen kontraproduktiv. Dem Leiter der Forschungsstelle für Jugendstrafrecht und Kriminalprävention an der Uni Kiel, Heribert Ostendorf, zufolge sind Rückfallquoten am größten, nachdem ein Jugendarest verhängt wird. Man müsse zur Kenntnis nehmen, dass harte Strafen keine Gewähr für mehr Sicherheit seien.
Insgesamt hat die Jugendkriminalität den Tagungsteilnehmern nach in den vergangenen Jahren deutlich abgenommen. Dass das Bild in der Bevölkerung ein anderes sei, schieben die Experten auf eine Zunahme der medialen Berichterstattung.
Den ganzen Beitrag können Sie heute ab 20.10 im Deutschlandfunk hören.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)