17. November 2011 16:58 Uhr
Was macht den Menschen aus? Seine Gene oder doch die Auswirkung seiner Umgebung? Diese Frage wird von verschiedenen Fachbereichen heftig diskutiert. Zentral ist sie für die sogenannte Epigenetik. Das ist die Wissenschaft, die sich buchstäblich mit dem beschäftigt, was über die Gene hinausgeht. Bei einer Tagung zu dem Thema in Berlin ging es um kulturelle Faktoren der Vererbung.
Die Psychologin Vanessa Lux hofft, dass sich mit der Epigenetik eine Versöhnung der Ansichten finden lässt. Bei Mäusen habe man zum Beispiel nachweisen können, dass Tiere mit Veranlagung zu überzogener Ängstlichkeit ein normales Verhalten entwickeln, wenn man sie zu anderen, sehr fürsorglichen Müttern gibt.
Ob solche Veränderung dann wiederum auf die Gene wirken, also weitervererbt werden, ist aber noch ungeklärt.
Einen Beitrag zu diesem Thema hören Sie heute in der "Studiozeit" ab 20.10 im Deutschlandfunk.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)