21. November 2011 17:37 Uhr
Albinos müssen in afrikanischen Ländern wie Tansania um ihr Leben fürchten - ihre Organe gelten in der traditionellen Medizin als Heil- und Wundermittel. Deswegen geht die Justiz des Landes gegen die Ritualmorde an den Albinos vor. Laut einem Regierungs-Bericht wurden deswegen in den vergangenen vier Jahren acht Menschen zum Tode verurteilt. Tansania vollstreckt die Todesstrafe aber seit einigen Jahren nicht.
Ministerpräsident Mizengo Pinda sagte der Nachrichtenagentur AFP, diese Urteile hätten dazu beigetragen, dass es weniger Angriffe auf Albinos gebe. Im Oktober waren jedoch wieder zwei Fälle bekannt geworden, in denen entführten Albinos Arme und Finger amputiert wurden.
Schätzungen zufolge leben in Tansania bis zu 200.000 Albinos. Ihr Anteil an der Bevölkerung ist dort größer als in anderen Ländern - es ist unklar, warum.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)