22. November 2011 06:21 Uhr
Schokolade, Waschmittel oder Diesel - das alles kann aus Palmöl hergestellt werden. Der Rohstoff aus dem Fruchtfleisch der Ölpalme gilt deshalb als wichtigstes Pflanzenöl der Welt - allerdings auch als Umweltzerstörer, denn für die Plantagen wird oft Regenwald gerodet. Aber nun berichtet die Umweltstiftung WWF, dass immer mehr Unternehmen weltweit darauf achten, Palmöl aus nachhaltigem Anbau zu beziehen. Vorreiter sind demnach in Deutschland die Firma Henkel und der Reinigungsmittelhersteller Werner & Mertz. Sie erhielten bei einer Analyse von 63 deutschen Unternehmen Top-Wertungen.
Die WWF-Studie ergibt allerdings auch, dass nur halb so viel Palmöl mit dem nachhaltigen Gütesiegel RSPO gekauft wird, wie tatsächlich produziert wird. Weltweit werden jährlich rund 50 Millionen Tonnen Palmöl hergestellt. Der WWF schätzt, dass der Bedarf bis zum Jahr 2050 auf 77 Millionen Tonnen steigen wird.
Heute trifft sich der RSPO in Malaysia. In der Organisation haben sich mehr als 540 Produzenten, Händler und Käufer von Palmöl zusammengeschlossen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)