22. November 2011 06:23 Uhr

Meditation prägt Gehirn

Meditation hinterlässt offenbar Spuren im Gehirn. Dieser Ansicht sind Forscher der US-amerikanischen Yale Universität. Für ihre Studie haben sie 24 Menschen mit Hilfe eines MRTs untersucht, die Hälfte der Probanden meditierte seit über zehn Jahren regelmäßig, die andere Hälfte hat erst damit begonnen.

Dabei stellten sie fest, dass vor allem ein zentrales Netzwerk von Gehirnzellen, das sogenannte Default Mode Netzwerk, durch die Meditation beeinflusst wird. Wie die Wissenschaftler im Fachmagazin "PNAS" schreiben, sind sowohl die Aktivität als auch die Verknüpfungen in diesem Netzwerk bei häufig Meditierenden anders als bei Meditationsneulingen. Meditation hemme dauerhaft die Gehirnzentren, die Angst, psychische Krankheiten und Aufmerksamkeitsstörungen hervorriefen.

Den Forschern zufolge besteht jetzt die Möglichkeit, ADHS oder andere Krankheiten durch eine einfache und kostengünstige Methode wie die Meditation gezielt zu lindern.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)