22. November 2011 06:31 Uhr

Bäuerliche Lebensweise führte zu Zahnfehlstellungen

Weil wir irgendwann sesshaft geworden sind, müssen wir heute zum Kieferorthopäden. So lässt sich etwas überspitzt die Analyse einer Wissenschaftlerin von der Universität Kent in Großbritannien zusammenfassen. Demnach hat sich der Kieferknochen verkürzt und verbreitert, nachdem die Menschen begonnen hatten, Ackerbau und Viehzucht zu betreiben. Die Kiefer der Jäger und Sammler seien länger und schmaler gewesen. Laut der Wissenschaftlerin wurde der Kiefer der Jäger und Sammler stärker beansprucht, weil sie intensiver kauen mussten. Die Nahrung der Bauern sei stärker verarbeitet und gekocht worden und wegen der nachlassenden Belastung habe sich dann auch der Kiefer verändert. Weil sich der Kiefer verkleinert habe, sei aber schließlich weniger Platz für die Zähne geblieben. Fehlstellungen von Zähnen, wie wir sie heute kennen, seien wohl die Folge.

Die Studie ist im Fachmagazin "PNAS"erschienen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)