22. November 2011 06:53 Uhr
Die politischen Akteure in Ägypten haben weder eine Vision noch ein Konzept für den wirtschaftlichen Wieder- und Neuaufbau des Landes. So sieht es die Volkswirtschaftlerin Juliane Brach. In Ihrer Analyse für das GIGA-Institut für Nahost-Studien kommt sie zu dem Schluss, dass die ökonomischen Probleme des Landes, wie die geringe Produktivität und die eingeschränkte internationale Wettbewerbsfähigkeit, strukturell sind. Sie ließen sich auch durch einen abrupten Machtwechsel nicht automatisch kurieren. Eine wesentliche Herausforderung für das Land bestehe darin, die bislang aufgeschobene Modernisierung ökonomischer Strukturen zeitgleich mit einer politischen Neuordnung einzuleiten und durchzuführen. Eine Chance sieht die Wissenschaftlerin darin, eine Art innergesellschaftlichen Ideenwettbewerb zu starten und unternehmerische Innovationen systematisch zu fördern.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)