22. November 2011 07:59 Uhr
Der Hacker-Markt ist rund 250 Milliarden Dollar schwer und vielschichtig. Das hat Rob Rachwald der FAZ gesagt, er arbeitet beim US-Unternehmen Imperva, das sich auf Sicherheitsstrategien spezialisiert hat. Rachwald beobacht etwa die Seite "hackforums.net": Dort treffen sich nach seinen Erkenntnissen professionelle Hacker, Regierungs-Hacker, Einsteiger und Vertreter des organisierten Verbrechens. Das Forum bestehe seit fünf Jahren und wachse mit 150 Prozent im Jahr. Rachwald unterscheidet vier Gruppen von Hackern: Die Forscher, die Tools entwickeln und Support anbieten. Die Vermieter, die fremde Computer gekapert und dort Strukturen aufgebaut haben, die sie gegen Geld anbieten. Die dritte Gruppe sind die Broker, die mit Daten von Kreditkarten handeln, und die letzte Gruppe sind individuelle Hacker, die vereinzelte Accounts hacken. Rachwald berichtet auch darüber, dass es in China inzwischen mehrere vom Staat finanzierte Hacking-Zentren gebe und dass Regierungsbeamte einem Unternehmer mit Blick auf Daten über die Konkurrenz im Ausland schon gesagt haben sollen: "Okay, wir versuchen, das zu besorgen."
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)