22. November 2011 08:00 Uhr
Der Fakt ist schon bekannt, das Ausmaß nicht. Nach einem Bericht einer Menschenrechtsgruppe hat die kolumbianische Armee in den vergangenen 27 Jahren mehr als 1.200 unbeteiligte Zivilisten getötet und anschließend als linke Guerilla-Kämpfer präsentiert. Einen Höhepunkt habe diese Praxis unter der Präsidentschaft von Staatschef Alvaro Uribe in den Jahren 2005 bis 2008 erreicht. Die katholische NGO "Zentrum für Ermittlungen und Volksbildung" erklärte weiter, allein in dieser Zeit habe es fast 1.000 derartiger Morde gegeben. Der ehemalige Präsident Uribe hatte Belohnungen für das Töten von Rebellen im Gefecht eingeführt. Vor drei Jahren waren die außergerichtlichen Hinrichtungen in Kolumbien bekannt geworden. Mehr als 30 Offiziere wurden damals entlassen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)