22. November 2011 08:22 Uhr

Bush-meat: Forscher fordert, Balance zwischen Artenvielfalt und Gesundheit der Menschen zu

Es ist ein Begriff, der vor allem im Afrika gebraucht wird - bush-meat - also Fleisch aus dem Busch. Es ist ein Sammelbegriff für jegliches Fleisch, das in der eigenen Umgebung gejagt werden kann. Vor allem in ärmeren Gegenden ist das Fleisch Teil des Speiseplans, weil die Menschen kein Geld haben Fleisch zu kaufen. Forscher der Universität von Kalifornien in Berkeley haben in einer Studie festgestellt, dass dieses Fleisch einen positiven Einfluss auf die Ernährung von Kindern hat. Sie schreiben im Fachmagazin "PNAS", dass es direkte Auswirkungen auf die Gesundheit der Kinder gebe, wenn sie kein bush-meat mehr essen würden. So würden bis zu 30 Prozent mehr Kinder an Eisenmangelanemie leiden. Die Krankheit würde die Hämoglobinwerte senken und könne so die geistige Entwicklung hemmen.

Das Problem mit dem bush-meat: Darunter sind auch aussterbende Tierarten. Die Wissenschaftler plädieren für eine Abwägung zwischen Artenvielfalt und Gesundheit der Menschen. Ein Ansatz wäre, den Menschen die Möglichkeit zu geben, Hühner zu züchten. So könnten sie vielleicht eher auf das bush-meat verzichten.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)