22. November 2011 09:20 Uhr

Klaus Töpfer ist nicht zufrieden mit dem Verlauf der Energiewende

Klaus Töpfer hat eine einfache Antwort auf die Frage, ob er mit dem bisherigen Verlauf der Energiewende in Deutschland zufrieden ist. Sie lautet: "Nein." Der CDU-Politiker und frühere Umweltminister sagte der "Frankfurter Rundschau", aus dem Bericht der Ethikkomission sei zwar die Atomrestlaufzeit von zehn Jahren übernommen worden. Ansonsten aber hapere es. Dabei brauche man für den Ausbau der Ökoenergien, der Netze und Speicher die besten Leute im Land. Als erstes werde ein erfahrener "Energiewende-Projektmanager" benötigt, der gegenüber der Bundesregierung und dem Bundestag verantwortlich sei und jährlich Bericht erstatte. Außerdem müsse ein Forum geschaffen werden, in dem Umweltverbände, Gewerkschaften, Kirchen und Sozialverbände vertreten seien, um die Bürger frühzeitig einzubinden. Geschehe das nicht, könne der Umbau schiefgehen - und das wäre ein großer Imageschaden für Deutschland.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)