22. November 2011 11:35 Uhr

Sexuelle Übergriffe beim Therapiegespräch

In der Psychotherapie kommt es immer wieder zu sexuellen Übergriffen. Die Psychologin Irmgard Vogt sagte dem Evangelischen Pressedienst, das enge Verhältnis zwischen Therapeut und Klient könne die Grenzüberschreitung fördern. Nach ihren Angaben werden bis zu zehn Prozent der Patienten Opfer von Übergriffen. Dabei spiele nicht nur das Vertrauen eine Rolle, das Patienten dem Therapeuten entgegenbrächten. Auch die private Situation des Therapeuten könne von Bedeutung sein, weil sie oft von früh bis spät arbeiteten - und weil daher die einzigen Frauen, die sie kennenlernten, die Patientinnen seien. Seit 1996, so Irmgard Vogt, seien sexuelle Beziehungen zwischen Patient und Therapeut gesetzlich verboten, wegen der oftmals schwierigen Beweislage komme es aber nur selten zu Verfahren.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)