23. November 2011 10:00 Uhr

Norwegens Einwanderer scheuen Künstlerkarriere

Einwanderer werden seltener zu Tänzern oder Schauspielern als Alteingesessene, diese Beobachtung machten Forscher in Norwegen. Und sie wollten wissen, warum das so ist. Das Ergebnis: Eltern von Einwanderern seien der Ansicht, dass Kultur wenig Ansehen genieße und ein Risiko bedeute. Kultur gelte als Hobby nicht als Beruf.

Die Studie wurde am Forschungsinstitut "IRIS" durchgeführt. Darin heißt es, Einwanderer kämen meistens mit dem Wunsch nach Norwegen, ihre wirtschaftliche und soziale Situation zu verbessern. Sie bewegten ihre Kinder deshalb eher dazu, Arzt oder Anwalt statt Künstler zu werden, das verschaffe der gesamten Familie einen höheren Status. Für die Untersuchung wurden prominente norwegische Kulturschaffende mit Migrationshintergrund interviewt.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)