23. November 2011 13:52 Uhr

China schafft "unrentable" Studienfächer ab

Sie haben einen akademischen Titel in der Tasche, finden aber keinen Job. Dieses Schicksal teilen in Deutschland viele Uni-Absolventen - zum Beispiel Architekten und Geisteswissenschaftler. Doch sollten ihre Studiengänge deshalb geschlossen werden?

Nach chinesischer Logik schon. Das Bildungsministerium der Volksrepublik hat angekündigt, wenig erfolgversprechende und damit "unrentable" Fächer künftig zu schließen. Dann nämlich, wenn weniger als 60 Prozent der Absolventen innerhalb von zwei Jahren einen Job finden. Zurzeit ist das den Angaben zufolge in den Fächern Russische Sprachwissenschaft, Theoretische Physik und Geschichte der Fall. Aus der Wissenschaft kommt Kritik an den Plänen. Chinesische Dozenten verweisen auf die langfristige Bedeutung von Studiengängen für die gesellschaftliche und wissenschaftliche Entwicklung des Landes.

Die Zahl der Uni-Absolventen in China steigt seit Jahren stetig. Seit 2005 hat sie sich mehr als verdoppelt. Gleichzeitig wächst die Arbeitslosigkeit unter Akademikern.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)