23. November 2011 14:50 Uhr
Tritt das Gesetz in Kraft, bedeutet es das Ende des Regenwaldschutzes. So schätzt Marcio Astrini von Greenpeace das geplante Waldgesetz in Brasilien ein. Er warnte den Senat kurz vor der Abstimmung davor, sich der Agrarlobby zu beugen. Das jahrelang umstrittene Gesetz war trotz des Widerstands von Präsidentin Dilma Rousseff vom Abgeordnetenhaus verabschiedet worden. Umweltschützer fordern von der Präsidentin jetzt ein Veto. Sie erklärten, sie würde ansonsten ihre Wahlversprechen brechen.
Kritiker des Gesetzes bemängeln vor allem, dass ein Ausgleich für abgeholzte Gebiete künftig in anderen Bundesstaaten geleistet werden kann. An Gewässern soll die Schutzzone verkleinert werden und in Agrargebieten müssen weniger Naturschutzgebiete erhalten bleiben. Die Umweltkommission des Senats hatte in ihrem Schlussbericht nur kleine Änderungen vorgeschlagen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)