24. November 2011 07:26 Uhr
Intensive Strahlentherapie hatte bei ihm nichts genützt, deshalb haben Mediziner in Stockholm bei einem 36 Jahre alten Krebspatienten zu einer anderen Methode gegriffen: Das britisch-schwedische Ärzteteam entfernte den Tumor des Mannes aus seinem Hals und pflanzte eine neue, maßgeschneiderte Luftröhre ein. Diese hatten sie zuvor mit den Stammzellen des Patienten bestückt und in einem Bioreaktor heranwachsen lassen. Sie griffen dabei auf die Technik der Gewebezüchtung zurück, weil kein Spenderorgan zur Verfügung stand. Wie die Forscher im Fachjournal "Lancet" schreiben geht es dem Patienten einige Monate nach der Operation gut, er schreibe momentan an seiner Doktorarbeit. Der langfristige Erfolg der maßgeschneiderten Implantate werde sich aber erst in den kommenden Jahren zeigen. Erst dann dürfe eine breitere klinische Anwendung erfolgen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)